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Internationale Tagung »Theater ohne Fluchtpunkt«
Die Tagung »Theater ohne Fluchtpunkt - Konfigurationen von Raum und Bewegung im Spannungsfeld gegenwärtiger Kunst, Wissenschaft und Politik« eröffnet eine interdisziplinäre Grundlagenforschung im Themenfeld Raum und Bewegung. Entlang welcher räumlicher Konzeptionen und Koordinaten formuliert und bewegt sich zeitgenössische darstellende Kunst? Es sind dies Fragestellungen, die die Felder der Szenographie und des Bühnenbildes sowie der Choreographie berühren und zugleich, als grundlegende kulturtheoretische Fragen, über diese hinausweisen: Auch unsere Begriffe, Erfahrungen und Wahrnehmungen von Bewegung und Raum sind dem historischen Wandel unterworfen. Im Diskurs internationaler Wissenschaftler, Szenographen und Künstler wird das kulturelle Erbe Adolphe Appias reflektiert und auf gegenwärtige Relevanz hin befragt - denn seine Prinzipien der szenischen Module sowie die abstrakt-dynamische Behandlung von Raum, Aktion und Licht, die er in kritischer Auseinandersetzung mit dem Illusionstheater entwarf, beeinflussen bis heute zahlreiche Theaterleute.

Im Versuch Appias Fragen in die Zukunft zu wenden, macht die Tagung zum anderen den sogenannten ›spatial turn‹ zum Thema, d.h. jenen sich aktuell abzeichnenden Wandel überkommener Begriffe von ›Raum‹, den Globalisierung und neue Kommunikationstechnologien mit sich bringen. Es gilt, jene komplexen Wechselspiele zwischen realen, inszenierten und virtuellen Räumen zu untersuchen, wie wir sie schon heute in vielfältiger Weise erleben. An dieser Stelle stehen Re-Visionen kultureller Grundparameter an, und sicherlich liegen hier - im Ästhetischen und auch politischen Sinne - für die gegenwärtige Kunstpraxis wesentliche Herausforderungen.
With their conference »Theater without Vanishing Points«, the HfBK Dresden/Academy of Fine Arts Dresden and the Centre for Movement Research of the FU/Free University of Berlin are initiating basic research work within the field of ›space and movement‹ - research that, for the theatre, renunciated the focal perspective and mimeses, and emanated prominently in the 1910s within Adolphe Appia's work. With regard to this legacy, international scientists, artists and academics will discuss future-oriented spaces creation systems as well as visions.
Programm
21. April 2007
Richard Beacham (UK): »Thinking with Things, Speaking with Spaces: The Enduring Legacy and Lessions of Appia's ›Expressive Elements‹ in the Digital Age«
Ulrike Hass (D): »Horizonte. Bestimmungen und Bestimmtwerden«
Claus Pias (A): »Computertheater«
Michael Magruder (UK): »From Landscape to Datascape: Augmented Traditional Forms of Visual Arts Practice with Real-time Aesthetics, Concepts and Technologies«
Gerald Siegmund (D/CH): »Choreographisches Denken›Die Auseinandersetzung mit dem Raum in den Arbeiten von William Forsythe«
Liz Waterhouse (D/USA): »›Motion Bank‹: William Forsythe's Concept for a Multimedia Choreographic Score« (Projektpräsentation)
22. April 2007
Freddie Rokem (IL): »Martin Buber and ›The Space Problem in the Theatre‹«
Manos Tsangaris (D): »Bewegte Form«
Annett Zinsmeister (D): »Mediale Module. Choreographie von Raum«
Ludger Schwarte (CH): »Die Politik der Strasse. Architektur und soziale Bewegungen«
Jörg Wiesel (CH): »Open House. Wohnen/Theater«
Ulrike Grossarth (D): »The Moving Observer«, Aktion
Vorträge in deutscher und englischer Sprache
Abendprogramm: »Einblicke - Insights« (Kurzchoreographien), Palucca Schule Dresden. Vor Ort wird von der Ausstellung »Genius loci. Geschichte und Gegenwart des Festspielhause« begleitet. Zudem präsentiert die Forsythe Company im Oberlichtsaal West die Installation »Antipodes«, und in der Filmlounge/Oberlichtsaal Ost sind Filmfassungen der Forsythe-Produktion »One Flat thing, reproduced« sowie der Hotel Pro Forma Produktionen »Operation : Orfeo« und »Algebra of Place« zu sehen.
Konzept und Moderation der Tagung: Birgit Wiens, Gabriele Brandstetter. Veranstalter: Hochschule für Bildende Künste Dresden, Theaterwissenschaft, und des Zentrum für Bewegungsforschung, Institut für Theaterwissenschaft, FU Berlin, in Zusammenarbeit mit: Europäisches Zentrum der Künste Hellerau, The Forsythe Company, Frankfurt M./Dresden, Palucca Schule Dresden›Hochschule für Tanz und Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden.
Realisiert wurde das Projekt mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), und unterstützt von: Förderverein Hellerau e.V. und Grundbesitz Hellerau GmbH.